Zhiyun Fiveray M40 SE Review & Lab-Test – CRI, R9 & Helligkeit gemessen
- Marvin Kuhn
- Lab bericht , Lichter
- 26. Oktober 2026
Inhaltsverzeichnis
Zhiyun Fiveray M40 SE - Technische Analyse
Das Fiveray M40 SE ist ein kleines 40-Watt-Bi-Color-LED-Panel von Zhiyun im Taschenformat, mit Weisslicht von 2700K bis 8500K. Gemessen wurde auf 1 m Distanz ohne Modifier, dazu kommt eine Messung mit Reflektor, insgesamt also 16 Einzelmessungen (linearer Modus).
| Score | Wert |
|---|---|
| Total | 67.3 |
| Farbe | 65.4 |
| Power | 85.3 |
| Usability | 51.2 |
Mit einem Total-Score von 67.3 landet das M40 SE im unteren Bereich unserer LED-Datenbank. Das Bild ist allerdings zweigeteilt. Der Power-Score von 85.3 liegt genau im Median der übrigen Lichter (85), für ein kleines 40-Watt-Panel im Vergleich mit deutlich grösseren COB-Lichtern ein starker Wert. Der Farb-Score von 65.4 und der Usability-Score von 51.2 liegen dagegen deutlich unter dem Median der übrigen Lichter von 80 beziehungsweise 71. Woher diese Werte kommen, zeigt die folgende Analyse. Wie sich das M40 SE bei den einzelnen Messwerten im Vergleich zu unseren anderen Lichtern schlägt, fasst der Abschnitt «Einordnung im Vergleich» weiter unten zusammen.
🔍 Wichtigste Messwerte (Weisslicht, 100 %, 1 m)
| Parameter | 2700K | 3200K | 5500K | 6500K | 8500K |
|---|---|---|---|---|---|
| Helligkeit (Lux) | 4'460 | 4'162 | 4'353 | 4'423 | 4'501 |
| CRI (Ra) | 97.1 | 96.9 | 94.9 | 96.3 | 97.4 |
| R9 (Rotwiedergabe) | 79.0 | 96.0 | 81.0 | 86.0 | 95.0 |
| TM-30 Rf/Rg | 95/100 | 95/102 | 93/103 | 93/102 | 93/100 |
| SSI | 86 | 81 | 70 | 67 | 64 |
| CCT-Abweichung (MK-1) | 17.39 | 11.93 | 21.69 | 19.89 | 10.96 |
| Duv (Grün-/Magentastich) | +0.00048 | -0.00498 | -0.00526 | -0.00270 | +0.00105 |
🔎 Leistungsanalyse
💡 Lichtleistung
Für ein so kleines Panel liefert das M40 SE sehr viel Licht. Auf 1 m erreicht es 4'353 Lux bei 5500K, 4'423 Lux bei 6500K und 4'501 Lux bei 8500K. Pro Watt liegt es damit sogar leicht über dem M60Ultra, das mit 60 W bei 5500K auf 5'958 Lux kommt. Wie das M60Ultra ist es ein Panel, das sein Licht schon ohne Modifier bündelt. Mit den unmodifizierten Werten der COB-Lichter in unserer Datenbank, die ihren Output auf einen weiten Winkel verteilen, lassen sich diese Werte deshalb nicht direkt vergleichen.
Mit dem Standardreflektor misst das M40 SE 4'358 Lux, praktisch identisch mit dem Wert ohne Reflektor. Die Werte oben entsprechen also bereits der maximal nutzbaren Lichtleistung. Absolut gesehen sind die 4'358 Lux (EV 10.77) über alle Lichter in unserer Datenbank ein eher tiefer Wert, der Median liegt bei rund EV 12.9. Die hohen Werte erreichen allerdings vor allem COB-Lichter mit 100 W und mehr in ihrem Reflektor. Unter den Lichtern bis 60 W liegt das M40 SE vorne mit dabei, nahe am M60Ultra (EV 11.22) und an einem 45-Watt-COB-Licht mit Standardreflektor (EV 11.09). Dass der Power-Score von 85.3 trotzdem genau im Median der übrigen Lichter liegt, hat zwei Gründe: Neben der maximalen Helligkeit fliessen auch Lux pro Watt und die Output-Konsistenz über die CCTs ein, und bei beiden ist das M40 SE stark.
Die Helligkeitsverteilung über die CCTs ist bemerkenswert ausgeglichen. Zwischen der dunkelsten Einstellung, 3200K mit 4'162 Lux, und der hellsten, 8500K mit 4'501 Lux, liegen nur rund 7,5 %. Selbst 2700K ist mit 4'460 Lux fast so hell wie 8500K. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Die übrigen Lichter, die wir bei 2700K gemessen haben, verlieren dort gegenüber 5500K bis zu 38 %, im Median rund ein Fünftel. Das M40 SE ist bei 2700K sogar etwas heller als bei 5500K. Auch über den Standardbereich von 2700K bis 6500K schwankt der Output nur um 6,7 %, deutlich weniger als bei den meisten anderen Lichtern (Median: rund 22 %).
Weniger sauber ist das Dimmverhalten. Bei der 10-%-Einstellung liefert das Licht nur 6,9 bis 8,3 % der Maximalhelligkeit, bei 50 % hingegen 56 bis 61 %. Die Kurve ist also nicht linear: Unten ist das Licht dunkler, in der Mitte heller als erwartet. Im Vergleich ist das auffällig. Die anderen Lichter in unseren Messungen liefern bei 10 % Leistung zwischen 9,6 und 14,4 % der Maximalhelligkeit, im Median rund 11 %, liegen also deutlich näher am eingestellten Wert. Da sich die Helligkeit am Licht selbst ausserdem nicht genau einstellen lässt, ist eine präzise und reproduzierbare Belichtungssteuerung schwierig.
Herausragende Eigenschaften:
- ✅ Hohe Lichtleistung für die Grösse: bis 4'501 Lux bei nur 40 W, unter den Lichtern bis 60 W vorne mit dabei
- ✅ Sehr konstanter Output über alle CCTs: nur rund 7,5 % Schwankung, kein Abfall am warmen Ende
- ⚠️ Nicht-lineares Dimmverhalten: nur 7–8 % Licht bei der 10-%-Einstellung, deutlich unter dem Median der übrigen Lichter (rund 11 %)
🎨 Farbwiedergabe (Weisslicht)
CRI (Ra) ist über den gesamten Bereich gut, zwischen 94.9 und 97.4, und TLCI liegt zwischen 96 und 99. TM-30 Rf bewegt sich zwischen 93 und 95, Rg zwischen 100 und 103. Die Farbtreue liegt also insgesamt auf gutem Niveau, mit einer leichten Tendenz zu kräftigeren Farben in der Mitte des Bereichs. Im Vergleich ist das aber kein Spitzenwert. Bei 5500K liegt der Ra mit 94.9 unter dem Median der übrigen Lichter von rund 97.
Weniger konstant ist R9. Bei 3200K erreicht es 96.0 und bei 8500K 95.0, fällt aber bei 6500K auf 86.0, bei 5500K auf 81.0 und bei 2700K auf nur 79.0. Der Wert bei 3200K liegt sogar leicht über dem Median der übrigen Lichter (95). Bei den anderen Farbtemperaturen liegt das M40 SE dagegen klar unter dem Median. Gerade der Wert bei 2700K ist ungewöhnlich, denn die meisten von uns gemessenen Lichter erreichen bei warmen Farbtemperaturen 90 oder mehr (Median: 94). Auch bei 5500K liegt der Median der übrigen Lichter mit 93 deutlich höher. Bei 2700K sinkt R9 zudem mit der Helligkeit, von 87.0 bei 10 % über 83.0 bei 50 % auf 79.0 bei 100 %. Der Grund ist im Spektrum zu sehen. Bei 2700K liegt die Spitze bei rund 630 nm, oberhalb von 650 nm fällt das Spektrum ab, im Tiefrot steckt also weniger Energie als in der Referenz. Das Academy-SSI-Abweichungsdiagramm zeigt genau dieses Defizit. Für Hauttöne ist R9 79 weiterhin brauchbar, gesättigte Rottöne werden aber spürbar weniger kräftig wiedergegeben.
Der SSI, der Spectral Similarity Index, ist am warmen Ende mit 86 bei 2700K gut. Im Vergleich liegt der Wert knapp unter dem Median von 88. Die übrigen Lichter liegen bei 2700K eng beieinander, zwischen 87 und 92, der Abstand ist also klein. Bei 3200K liegt er mit 81 im für diese Klasse üblichen Rahmen, knapp unter dem Median von 82. Richtung Tageslicht fällt er auf 70 bei 5500K, 67 bei 6500K und 64 bei 8500K. Damit liegt das M40 SE auch hier leicht unter dem Median der anderen Lichter (72 bei 5500K, 69 bei 6500K), aber noch im üblichen Feld. Wie bei vielen klassischen Bi-Color-Engines zeigt das Spektrum hier eine ausgeprägte Blau-Spitze um 450 nm und zu wenig Energie im violetten Bereich unter 430 nm.
Herausragende Eigenschaften:
- ✅ Gute CRI- und TLCI-Werte über den gesamten Bereich: Ra 94.9–97.4, TLCI 96–99
- ✅ Guter SSI am warmen Ende: 86 bei 2700K, knapp unter dem Median
- ⚠️ Schwaches R9 bei 2700K: 79.0, deutlich unter dem Median der übrigen Lichter (94)
- ⚠️ R9-Rückgang im Tageslichtbereich: 81.0 bei 5500K, deutlich unter dem Median (93)
- ⚠️ SSI Richtung Tageslicht abfallend: 70 bei 5500K, 67 bei 6500K, 64 bei 8500K, leicht unter dem Median
🌡️ CCT-Genauigkeit
Aussagekräftiger als die reine Kelvin-Differenz ist die Abweichung in Mired (MK-1), da die Kelvin-Skala nicht linear ist:
| Soll-CCT | Gemessen | Abweichung | MK-1 | Duv |
|---|---|---|---|---|
| 2700 K | 2'833 K | +133 K | 17.39 | +0.00048 |
| 3200 K | 3'327 K | +127 K | 11.93 | -0.00498 |
| 5500 K | 6'245 K | +745 K | 21.69 | -0.00526 |
| 6500 K | 7'465 K | +965 K | 19.89 | -0.00270 |
| 8500 K | 9'373 K | +873 K | 10.96 | +0.00105 |
Das M40 SE läuft bei jeder Einstellung zu kühl. Keine der gemessenen Farbtemperaturen bleibt unter der Schwelle von etwa 10 MK-1, ab der eine Verschiebung wahrnehmbar wird. Am nächsten kommt 8500K mit 10.96 MK-1, gefolgt von 3200K mit 11.93 MK-1. 2700K misst 2'833K (17.39 MK-1), für warmes Licht eine deutliche Abweichung. Im Vergleich ist das viel: Die übrigen Lichter, die wir bei 2700K gemessen haben, treffen diese Einstellung im Median auf 3.8 MK-1 genau. Im Tageslichtbereich wird die Abweichung noch grösser. 6500K misst 7'465K (19.89 MK-1), 5500K misst 6'245K (21.69 MK-1). Zum Vergleich: Der Median der übrigen Lichter liegt bei rund 6 MK-1 (5500K) beziehungsweise 7 MK-1 (6500K). Auch bei 3200K liegt das M40 SE mit 11.93 MK-1 mehr als doppelt so hoch wie der Median von rund 5 MK-1.
Die Duv-Werte bei 2700K, 6500K und 8500K sind praktisch neutral. Bei 3200K und 5500K erreichen sie jedoch -0.0050 und -0.0053, eine leichte Verschiebung Richtung Magenta. In früheren Lab-Berichten haben wir Werte um -0.006 bereits als kleinen, aber messbaren Farbstich eingestuft. Das M40 SE liegt knapp darunter. Im Vergleich ist das am oberen Rand des Üblichen. Der Median der übrigen Lichter liegt bei rund 0.003 (3200K) beziehungsweise 0.002 (5500K). Da das Licht keine G/M-Einstellung bietet, lässt sich diese Verschiebung am Licht selbst nicht korrigieren.
Herausragende Eigenschaften:
- ✅ Praktisch neutraler Duv bei 2700K, 6500K und 8500K
- ⚠️ Licht läuft bei allen CCTs zu kühl: 10.96–21.69 MK-1, im Median weichen die übrigen Lichter nur 4–7 MK-1 ab
- ⚠️ Grosse Abweichung bei 2700K und 5500K: 2'833K (17.39 MK-1) und 6'245K (21.69 MK-1), ein Vielfaches des Medians
- ⚠️ Leichte Magenta-Tendenz bei 3200K und 5500K ohne G/M-Einstellung zur Korrektur
🔅 CCT-Stabilität über die Dimmstufen
Praktisch noch relevanter als die Abweichung bei 100 % ist, wie stabil die Farbtemperatur beim Dimmen bleibt:
| Soll-CCT | 10 % | 50 % | 100 % | Spreizung (MK-1) |
|---|---|---|---|---|
| 2700 K | 2'830 K | 2'836 K | 2'833 K | 0.7 |
| 3200 K | 3'054 K | 3'254 K | 3'327 K | 26.9 |
| 5500 K | 6'457 K | 6'015 K | 6'245 K | 11.4 |
| 6500 K | 8'144 K | 7'160 K | 7'465 K | 16.9 |
| 8500 K | 8'835 K | 9'059 K | 9'373 K | 6.5 |
Hier zeigt sich ein gemischtes Bild. 2700K ist mit einer Spreizung von nur 0.7 MK-1 zwischen 10 % und 100 % extrem stabil. Die Farbtemperatur ändert sich beim Dimmen praktisch nicht. Die anderen Lichter, die wir bei 2700K über mehrere Dimmstufen gemessen haben, liegen zwischen 6.9 und 30.3 MK-1. Auch 8500K liegt mit 6.5 MK-1 im guten Bereich.
Anders sieht es in der Mitte des Bereichs aus. Bei 3200K misst das Licht bei 10 % nur 3'054K statt 3'327K bei 100 %, eine Spreizung von 26.9 MK-1. Bei 6500K wird es am unteren Ende deutlich kühler und misst bei 10 % 8'144K. In früheren Lab-Berichten haben wir bereits eine Spreizung von rund 10 MK-1 als Schwäche aufgeführt. Das M40 SE liegt bei 3200K, 5500K und 6500K darüber. Auch im Vergleich ist das deutlich: Der Median der übrigen Lichter liegt bei 3200K bei rund 6 MK-1 und bei 5500K bei rund 4 MK-1.
Zusammen mit der CCT-Abweichung bei 100 % ist das der Hauptgrund für den tiefen Farb-Score von 65.4. Die eigentliche Farbwiedergabe, gemessen an Ra und TM-30, ist gut. Was den Score nach unten zieht, ist die Kalibrierung.
Herausragende Eigenschaften:
- ✅ Extrem stabil bei 2700K: nur 0.7 MK-1 Spreizung
- ✅ Gute Stabilität bei 8500K: 6.5 MK-1
- ⚠️ Starker CCT-Versatz bei 3200K: 26.9 MK-1 (3'054K bei 10 %), Median der übrigen Lichter rund 6 MK-1
- ⚠️ 6500K wird auf tiefen Stufen deutlich kühler: 8'144K bei 10 %
🔋 Verarbeitung, Bedienung, Zubehör & Stromversorgung
Verarbeitung: Das M40 SE ist sehr kompakt und passt in eine Jackentasche, was es leicht macht, das Licht mitzunehmen und am Set an engen Stellen zu verstecken. Das Gehäuse besteht allerdings grösstenteils aus Kunststoff, Metallteile gibt es keine. Es wirkt dadurch nicht so solide wie Lichter mit Metallgehäuse oder -bedienelementen, was man bei häufigem mobilem Einsatz im Blick behalten sollte.
Bedienung: CCT und Helligkeit lassen sich am Licht nicht genau einstellen. Zusammen mit der nicht-linearen Dimmkurve und den CCT-Abweichungen macht das exakte, reproduzierbare Einstellungen schwierig. Anders als andere Zhiyun-Lichter bietet das M40 SE zudem keine App-Anbindung, eine Steuerung über die ZY Vega App ist also nicht möglich. Auch eine G/M-Einstellung fehlt.
Zubehör: Die Auswahl an mitgeliefertem Zubehör ist gut. Zwei Diffusoren und ein Mount gehören zum Lieferumfang, das Licht lässt sich also direkt ab Werk auch weicher einsetzen.
Stromversorgung: Der Akkubetrieb funktioniert gut und macht das M40 SE unabhängig von einer Steckdose. Die Laufzeit von rund 44 Minuten ist allerdings nur in Ordnung. Für längere Einsätze sollte man Ladepausen oder eine externe Stromquelle einplanen.
Herausragende Eigenschaften:
- ✅ Sehr kompakt: Taschenformat
- ✅ Gute Auswahl an mitgeliefertem Zubehör: zwei Diffusoren und ein Mount
- ✅ Akkubetrieb funktioniert gut
- ⚠️ Keine genaue CCT- und Helligkeitseinstellung
- ⚠️ Keine App-Anbindung und keine G/M-Einstellung
- ⚠️ Viel Kunststoff, kein Metall
- ⚠️ Akkulaufzeit nur in Ordnung: rund 44 Minuten
Im Vergleich erklärt dieser Abschnitt den tiefen Usability-Score von 51.2. Der Median der übrigen Lichter liegt bei 71. Dazu tragen vor allem die fehlende App, die fehlende G/M-Einstellung und die ungenaue Einstellung von CCT und Helligkeit bei. Die kompakte Bauform und das gute Zubehör können das nicht ausgleichen.
📊 Einordnung im Vergleich
Damit du die Zahlen besser einordnen kannst, hier das M40 SE im direkten Vergleich mit den anderen Lichtern, die wir bisher gemessen haben. Die Scores und EV-Werte stammen aus unserer LED-Datenbank, die Messwerte aus den Lab-Reports unserer bisherigen Lab-Berichte, bewusst ohne einzelne Modelle zu nennen. Bei Lichtern mit zwei Leistungsmodi zählt jeweils nur der Normal-Modus, damit kein Licht doppelt in den Vergleich einfliesst. Nicht jedes Licht wurde bei jeder Einstellung gemessen, die Vergleichsbasis ist deshalb je nach Messwert unterschiedlich gross (Stand: Oktober 2026).
| Messwert | M40 SE | Median der übrigen | Spanne der übrigen | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Farb-Score | 65.4 | 80 | 65.9 – 85.9 | deutlich unter dem Median |
| Power-Score | 85.3 | 85 | 68.6 – 129.1 | im Median |
| Usability-Score | 51.2 | 71 | 58.8 – 78.3 | deutlich unter dem Median |
| Max. EV (Standardreflektor) | 10.77 | 12.9 | 5.4 – 15.0 | unter dem Median, unter den Lichtern bis 60 W vorne mit dabei |
| Output-Schwankung 2700K – 6500K | 6.7 % | 21.6 % | 3.0 – 38.2 % | deutlich gleichmässiger als üblich |
| Licht bei 10 % Leistung | 6.9 – 8.3 % | 11.1 % | 9.6 – 14.4 % | deutlich unter dem Median |
| R9 bei 2700K | 79 | 94 | 77 – 99 | deutlich unter dem Median |
| R9 bei 3200K | 96 | 95 | 79 – 98 | leicht über dem Median |
| R9 bei 5500K | 81 | 93 | 43 – 98 | deutlich unter dem Median |
| SSI bei 2700K | 86 | 88 | 87 – 92 | knapp unter dem Median |
| SSI bei 6500K | 67 | 69 | 65 – 83 | leicht unter dem Median |
| CCT-Abweichung bei 2700K (MK-1) | 17.39 | 3.8 | 0.1 – 14.1 | deutlich über dem Median |
| CCT-Abweichung bei 3200K (MK-1) | 11.93 | 5.1 | 0.8 – 18.5 | mehr als doppelt so hoch wie der Median |
| CCT-Abweichung bei 5500K (MK-1) | 21.69 | 5.7 | 0.3 – 15.5 | deutlich über dem Median |
| CCT-Abweichung bei 6500K (MK-1) | 19.89 | 6.7 | 1.6 – 21.1 | deutlich über dem Median |
| Duv bei 5500K (Betrag) | 0.0053 | 0.0024 | 0.0001 – 0.0139 | über dem Median |
| CCT-Drift beim Dimmen, 2700K (MK-1) | 0.7 | 8.7 | 6.9 – 30.3 | deutlich stabiler als üblich (wenige Vergleichslichter) |
| CCT-Drift beim Dimmen, 3200K (MK-1) | 26.9 | 5.9 | 1.4 – 59.5 | deutlich über dem Median |
| CCT-Drift beim Dimmen, 5500K (MK-1) | 11.4 | 3.7 | 0.7 – 17.3 | deutlich über dem Median |
Die Output-Schwankung beschreibt den Abstand zwischen der hellsten und der dunkelsten Einstellung von 2700K bis 6500K bei 100 %.
Das Bild ist eindeutig: Bei der Gleichmässigkeit des Outputs über die Farbtemperaturen und bei der Stabilität des warmen Endes beim Dimmen liegt das M40 SE klar besser als üblich, und für seine Grösse liefert es viel Licht. Deutlich schwächer als üblich ist es bei der Kalibrierung, vor allem bei der CCT-Abweichung bei 2700K und 5500K. Dazu kommen die Farbtemperatur-Drift in der Mitte des Bereichs, das schwache R9 bei 2700K und 5500K und die nicht-lineare Dimmkurve. Diese Punkte erklären den tiefen Farb-Score. Den tiefen Usability-Score erklärt vor allem die fehlende App- und G/M-Steuerung.
✅ Stärken
- Hohe Lichtleistung für die Grösse → Bis 4'501 Lux auf 1 m bei nur 40 W, pro Watt leicht mehr als das M60Ultra, Power-Score im Median
- Sehr konstanter Output über alle CCTs → Nur rund 7,5 % Schwankung, bei 2700K sogar etwas heller als bei 5500K
- Sehr stabiles warmes Licht → Nur 0.7 MK-1 Spreizung bei 2700K über alle Dimmstufen
- Insgesamt gute Farbtreue → Ra 94.9–97.4, TLCI 96–99, TM-30 Rf 93–95
- Sehr kompakt
- Gute Auswahl an mitgeliefertem Zubehör → Zwei Diffusoren und ein Mount
⚠️ Schwächen
- CCT-Genauigkeit über den gesamten Bereich → 10.96–21.69 MK-1, im Median weichen die übrigen Lichter nur 4–7 MK-1 ab
- CCT-Versatz beim Dimmen → Bis 26.9 MK-1 bei 3200K (Median der übrigen Lichter rund 6), 6500K misst bei 10 % 8'144K
- Schwaches R9 bei 2700K und im Tageslichtbereich → 79.0 bei 2700K, 81.0 bei 5500K, jeweils deutlich unter dem Median
- Keine genaue CCT- und Helligkeitseinstellung, nicht-lineares Dimmen → Nur 7–8 % Output bei der 10-%-Einstellung (Median der übrigen Lichter rund 11 %)
- Keine App-Anbindung und keine G/M-Einstellung → Die leichte Magenta-Tendenz bei 3200K und 5500K lässt sich am Licht nicht korrigieren
- Viel Kunststoff, kein Metall
- Akkulaufzeit nur in Ordnung → Rund 44 Minuten
📉 Praktische Einsatzbereiche
Ideal für: → Mobile Einsätze und Content Creation: sehr kompakt, Akkubetrieb, viel Licht für die Grösse → Akzent-, Haar- und Fülllicht an engen Stellen: kleine Bauform, Diffusoren im Lieferumfang → Warme Lichtstimmungen: extrem stabile CCT beim Dimmen und guter SSI bei 2700K, ideal mit einem Colormeter auf den gewünschten Wert eingestellt
Mit Vorsicht verwenden: → Mischlicht mit Tageslicht oder anderen kalibrierten Lichtern: das Licht läuft bei allen CCTs spürbar zu kühl → Reproduzierbare Setups: keine genauen Einstellungen, keine App, nicht-lineares Dimmen → Rotkritische Anwendungen bei 2700K: R9 nur 79.0 → Lange Einsätze im Akkubetrieb: Laufzeit von rund 44 Minuten
📌 Fazit
Das Zhiyun Fiveray M40 SE ist messtechnisch ein sehr helles kleines LED-Panel mit klaren Kompromissen. Für seine Grösse ist die Lichtleistung hoch und über alle Farbtemperaturen bemerkenswert konstant, deutlich gleichmässiger als bei den meisten anderen Lichtern, die wir gemessen haben. Das warme Ende bei 2700K bleibt zudem beim Dimmen extrem stabil. Die Farbwiedergabe, gemessen an Ra, TLCI und TM-30, liegt auf gutem Niveau, im Vergleich aber eher im unteren Mittelfeld. Schwächer ist die Kalibrierung. Das M40 SE läuft bei jeder CCT-Einstellung zu kühl, am deutlichsten bei 5500K mit 21.69 MK-1, und in der Mitte des Bereichs verschiebt sich die Farbtemperatur beim Dimmen spürbar. Zudem fällt R9 bei 2700K auf 79. Im Vergleich zu unseren anderen Lichtern liegen CCT-Abweichung, Drift beim Dimmen und R9 damit deutlich schlechter als der Median. Das ist der Hauptgrund für den tiefen Farb-Score.
Praktisch überzeugt das M40 SE mit seiner kompakten Grösse, der guten Auswahl an mitgeliefertem Zubehör und dem zuverlässigen Akkubetrieb. Dem stehen fehlende genaue CCT- und Helligkeitseinstellungen, keine App-Anbindung und keine G/M-Einstellung gegenüber, dazu ein Gehäuse aus viel Kunststoff und eine Laufzeit von rund 44 Minuten, die nur in Ordnung ist. Das erklärt den tiefen Usability-Score. Das M40 SE eignet sich deshalb am besten als kompaktes, helles Licht für mobile Einsätze, Akzente und schnelle Setups. Für Setups, in denen mehrere Lichter exakt zusammenpassen müssen, ist es das falsche Werkzeug.
Daten Übersicht
TM-30-18
TM-30 Multi Report
TM-30 Vergleich
Mehrere Messungen im direkten Vergleich
Report-Auswahl nach CCT
Alle geladenen Reports sind automatisch nach CCT sortiert. Der Slider springt auf den nächstliegenden Report.
Color Vector Graphic
Reference und Test als geschlossene 16-Bin-Kurven.
Normalized Spectral Power Distribution
TM-30 Dashboard
Lokale Shifts und Radialdarstellung wie im Standard-Report.
Local Chroma Shift (Rcs,hj)
Local Hue Shift (Rhs,hj)
Local Color Fidelity (Rf,hj)
Color Sample Fidelity (Rf,CESi)
Direkter Überblick über alle 99 CES-Samples mit Fidelity-Werten.
Measure Comparisons
Zusätzliche Vergleichsansicht analog zur TM-30 Referenzdarstellung.
Color Evaluation Samples
Die markierten Hautton-Bereiche sind eine praktische Orientierung für Portrait-Farben. Klicke zum Vergrößern.
Diagramm
Verwandte Artikel
Disclaimer
Dieses Produkt wurde uns von Zhiyun für den Test zur Verfügung gestellt und durfte nach Abschluss des Tests von uns behalten werden. Der Testbericht spiegelt unsere unabhängige, unbeeinflusste Meinung wider. Wir haben keine monetären Vergütungen oder andere Vorteile für die Veröffentlichung erhalten. Alle Messungen wurden in unserem eigenen Labor durchgeführt und sind reproduzierbar. Die Ergebnisse basieren auf den gemessenen Daten und unserer Analyse.
Copyright © of product image in the title image are the ones of the respective manufacturers. All rights reserved.