Beste LED-Video Lighter für Content Creator & Filmemacher | Ratgeber 2026

Beste LED-Video Lighter für Content Creator & Filmemacher | Ratgeber 2026

Inhaltsverzeichnis

LED-Videoleuchten gibt es wie Sand am Meer – von günstigen Creator-Lichtern bis zu professionellen Lösungen für Broadcast, Filmproduktion und Studioeinsatz. Doch welches LED-Licht passt wirklich zu deinem Workflow? Genau hier wird es oft unübersichtlich: Viele Modelle werben mit hohen CRI- und TLCI-Werten (über 90), aber belastbare und vergleichbare Aussagen zur tatsächlichen Lichtqualität fehlen häufig. Wir gehen einen anderen Weg: Wir testen die LED-Leuchten praxisnah und im Labor, messen zentrale Metriken wie TM-30, SSI, CCT, DUV und Lux und führen die Ergebnisse in einem transparenten Score zusammen. So erhälst du als Content Creator wie auch als auch Profi-Anwender aus Broadcast, Film und Werbung eine klare Entscheidungsgrundlage für das passende Video-Licht.

Unsere Tests

Wenn du wissen möchtest, welches Licht in unseren Tests am besten abschneidet, haben wir im Anschluss ein Ranking der Lichter für dich zusammengestellt, die wir bereits testen durften. Diese Liste wird regelmässig aktualisiert, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben.

LED Lichter die wir getestet haben

LED-Lichter Vergleich 2026

Alle Daten basieren auf Test. Letzte Aktualisierung:

*Zhiyun Molus G200 standard Reflektor

Vergleichstabelle

Du willst wissen, welche Lichter sich am besten miteinander kombinieren lassen, ohne sichtbare Unterschiede? In diesem Blogartikel findest du eine Vergleichstabelle, die dir dabei hilft.

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Evaluation

Was gehört zur Evaluation?

Möchtest Du nachvollziehen, welche Kriterien in die Bewertung von Lichtquellen einfliessen und was die einzelnen Messwerte aussagen? Wir beurteilen jede Leuchte in den Bereichen Farbe, Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Bei RGB-Leuchten kommt zusätzlich ein eigenständiger RGB-Score hinzu. So bleiben die Qualität des Weisslichts und die Leistung der Farben getrennt erkennbar.

Der Gesamtscore ist der Durchschnitt aus Farb-, Leistungs- und Benutzerfreundlichkeitsscore. Der RGB-Score kann bei RGB-Leuchten optional als vierter, gleich gewichteter Bereich einbezogen werden. Standardmässig zeigen wir den Gesamtscore ohne RGB-Anteil, damit RGB-Leuchten wegen ihrer zusätzlichen Funktion nicht benachteiligt werden. Innerhalb jedes Bereichs werden die einzelnen Messgrössen gewichtet. Zusätzlich können Multiplikatoren eingesetzt werden, wenn eine Metrik in der Gesamtbeurteilung stärker oder schwächer berücksichtigt werden soll.

Wie messen wir die Lichtqualität?

Für möglichst präzise und vergleichbare Daten verwenden wir einen sorgfältig abgestimmten Messprozess mit dem Hopoocolor HCPS-320, einer Sonde, die in ihrer Funktion dem Sekonic C-800 ähnelt.

  • Kontrollierte Umgebung: Die Messungen finden in einem lichtgeschützten Raum bei einem festen Abstand von einem Meter zwischen Leuchte und Sonde statt.
  • Aufwärmphase: Nach dem Einschalten erhält die Leuchte ein bis zwei Minuten Zeit, um einen stabilen Betriebszustand zu erreichen.
  • Stabile Messung: Die Sonde erfasst kontinuierlich Daten. Wir speichern eine Messung erst, wenn sich die Werte stabilisiert haben.
  • Mehrere Farbtemperaturen: Bei Bi-Color- und RGB-Leuchten messen wir standardmässig 2700 K, 3200 K, 5500 K und 6500 K. Je nach Einstellbereich der Leuchte können diese Stufen angepasst oder ergänzt werden.
  • Mehrere Helligkeitsstufen: Jede gewählte Farbtemperatur wird üblicherweise bei 10 %, 50 % und 100 % gemessen. Dadurch können wir nicht nur die maximale Leistung, sondern auch Regelverhalten und Stabilität beurteilen.
  • Spektraldaten: Zusätzlich zu Lux, CCT, DUV, CRI und weiteren Messwerten speichern wir das Spektrum von 380 bis 780 nm. Es bildet die Grundlage für detaillierte Spektralkurven und weiterführende Auswertungen.

Was gehört zur Farbwertung?

Die Farbwertung kombiniert mehrere Metriken, weil kein einzelner Wert die Qualität einer Lichtquelle vollständig beschreibt.

  • Spectral Similarity Index (SSI): Vergleicht das gemessene Spektrum direkt mit einer standardisierten Referenzlichtquelle. Wenn vorhanden, berücksichtigen wir SSI-Werte bei 3200 K, 5500 K und 6500 K. Sind nur zwei Werte verfügbar, werden diese beiden verwendet; bei einer Leuchte mit fester Farbtemperatur entsprechend nur der vorhandene Wert.
  • CCT-Genauigkeit: Zeigt, wie genau die eingestellte Farbtemperatur tatsächlich erreicht wird. Da Kelvin-Abweichungen je nach Farbtemperatur unterschiedlich wirken, rechnen wir in Mired. Für die Bewertung kombinieren wir den Mittelwert aller absoluten Abweichungen mit der grössten absoluten Abweichung. Dadurch zählt die typische Leistung, ohne einen problematischen Einzelwert zu ignorieren.
  • CCT-Konsistenz: Zeigt, wie stabil die Farbtemperatur über verschiedene CCT- und Helligkeitsstufen bleibt. Als Orientierung gelten Abweichungen unter 4 Mired als sehr gut, bis 6 Mired als gut, unter 9 Mired als akzeptabel, über 9 Mired als deutlich sichtbar und über 20 Mired als schlecht.
  • DUV-Genauigkeit: Bewertet, wie neutral das Licht auf der Grün-Magenta-Achse liegt. Auch hier kombinieren wir die durchschnittliche absolute Abweichung mit dem schlechtesten absoluten Wert. Eine Verschiebung von ungefähr CC05 ist meist gut kontrollierbar, CC10 noch akzeptabel, während CC15, CC20 und grössere Abweichungen zunehmend sichtbar und korrekturbedürftig sind.
  • DUV-Konsistenz: Bewertet nicht die absolute Neutralität, sondern wie stark sich der Tint über Farbtemperaturen und Helligkeitsstufen verändert. DUV-Genauigkeit und DUV-Konsistenz teilen sich die frühere Gewichtung des DUV-Scores zu gleichen Teilen.
  • TM-30: Der Fidelity Index Rf beschreibt die Farbtreue. Der Gamut Index Rg beschreibt die Sättigung und kann sowohl unter als auch über 100 liegen. Deshalb ist bei Rg nicht der höchste Wert automatisch der beste; entscheidend ist die Entfernung vom neutralen Zielwert 100.
  • CRI und R9: CRI Ra bleibt als bekannte Vergleichsgrösse sichtbar. Zusätzlich betrachten wir R9, weil gesättigte Rottöne unter anderem für Hauttöne und Lebensmittel wichtig sind.

Was gehört zur Leistungswertung?

Die Leistungswertung berücksichtigt nicht nur die maximale Helligkeit, sondern auch Effizienz, Regelbereich und Konsistenz.

  • Maximale Helligkeit und EV: Lux beschreibt die Beleuchtungsstärke am Messpunkt. Für den nutzbaren Helligkeitsbereich verwenden wir zusätzlich Blendenstufen beziehungsweise EV. Die Differenz zwischen der dunkelsten und hellsten Einstellung zeigt verständlicher als ein reines Prozentverhältnis, wie viel Regelspielraum tatsächlich vorhanden ist.
  • Lux pro Watt: Dieser Wert zeigt, wie viel Licht pro aufgenommener Leistung erzeugt wird. COB-Leuchten schneiden konstruktionsbedingt oft anders ab als Flächen- oder Stableuchten. Deshalb sollten vor allem Leuchten vergleichbarer Bauart und Grösse miteinander verglichen werden.
  • Output-Konsistenz über CCT: Wir vergleichen die Helligkeit aller gemessenen Farbtemperaturen sowohl bei 100 % als auch bei 10 %. Eine kleine relative Standardabweichung ist sehr gut; unter 5 % gilt als sehr konstant, 5 bis unter 10 % als gut, etwa 10 % als akzeptabel, 20 % als schwach und sehr grosse Abweichungen um 50 % als schlecht.
  • Dimm-Linearität: Wir prüfen, ob eine Einstellung von 50 % auch ungefähr der halben gemessenen Helligkeit von 100 % entspricht. Dadurch wird sichtbar, ob die Skala der Leuchte vorhersehbar arbeitet oder in einzelnen Bereichen stark springt.
  • Reflektoren und Modifier: Standardreflektor, Kit-Reflektor und BDR-W55 werden separat bei 100 % Leistung erfasst. Diese Messungen dienen ausschliesslich dem Vergleich der maximalen Helligkeit mit dem jeweiligen Reflektor. Sie werden nicht für die Helligkeitskonsistenz oder Dimm-Linearität verwendet. In der Rangliste kann dieselbe Leuchte deshalb einmal pro getesteten Reflektor mit dem jeweiligen maximalen EV erscheinen.

Was gehört zur Benutzerfreundlichkeitswertung?

Die Benutzerfreundlichkeit bildet die praktische Arbeit mit der Leuchte ab. Sie wird anhand einheitlicher Kriterien erfasst und durch eine redaktionelle Beurteilung ergänzt.

  • Portabilität: Gewicht, Abmessungen und die Aufteilung zwischen Lichtkopf, Controller und Netzteil.
  • Bedienung: Verständlichkeit des Menüs, Qualität der Bedienelemente und direkter Zugriff auf wichtige Funktionen.
  • Steuerung: App-, DMX-, Funk- oder andere Möglichkeiten zur Fernsteuerung.
  • Farb- und Effektfunktionen: Beispielsweise Grün-Magenta-Korrektur, Gel- oder Filter-Presets und integrierte Effekte.
  • Montage und Zubehör: Befestigungsmöglichkeiten, Bowens-Mount oder proprietäre Anschlüsse sowie Umfang und Qualität des mitgelieferten Zubehörs.
  • Mobiler Betrieb: Akkuoptionen, Laufzeit und Praxistauglichkeit ausserhalb des Studios.
  • Geräuschpegel: Lüfterverhalten und Eignung für geräuschkritische Aufnahmen.

Wie bewerten wir RGB-Licht?

RGB wird als eigener Bereich ausgewiesen und nicht mit der Weisslicht-Farbwertung vermischt. Wir messen definierte Farbtöne bei 100 % Sättigung und üblicherweise bei 10 %, 50 % und 100 % Helligkeit.

  • RGB-Helligkeit: Zeigt, wie viel nutzbarer Output die einzelnen Farben liefern. Dadurch wird sichtbar, ob beispielsweise Rot, Grün oder Blau deutlich schwächer als die übrigen Kanäle ausfällt.
  • RGB-Konsistenz und Linearität: Bewertet die Stabilität der Farben und das Dimmverhalten über die gemessenen Leistungsstufen.
  • Farbgenauigkeit: Die Abweichung zwischen Soll- und Messfarbe wird über Delta E beurteilt. Je grösser Delta E ist, desto stärker fällt der Abzug aus.
  • Spektrale Plausibilitätsprüfung: Das gemessene Spektrum und die Farbkoordinaten helfen bei der automatischen Zuordnung. So werden gesättigte RGB-Messungen nicht versehentlich als Weisslichtmessungen behandelt.

Was messen wir und warum?

  • CCT (Correlated Color Temperature): Beschreibt, ob Licht warm oder kühl erscheint, und macht Abweichungen von der eingestellten Farbtemperatur sichtbar.
  • DUV (Delta UV): Zeigt eine Verschiebung oberhalb oder unterhalb der Planckschen Kurve und damit einen möglichen Grün- oder Magentastich.
  • Lux und EV: Lux misst die Beleuchtungsstärke; EV übersetzt Helligkeitsverhältnisse in fotografisch verständliche Blendenstufen.
  • TM-30 Rf und Rg: Rf beschreibt die Farbtreue, Rg die Veränderung der Farbsättigung.
  • SSI: Vergleicht das vollständige Spektrum mit einer Referenz und ist damit besonders nützlich für Foto- und Filmlicht.
  • CRI Ra und R9: Ra ermöglicht den Vergleich mit verbreiteten Herstellerangaben; R9 ergänzt die Aussage für gesättigte Rottöne.
  • Spektrale Leistungsverteilung (SPD): Zeigt, bei welchen Wellenlängen eine Leuchte Energie abgibt und wo spektrale Spitzen oder Lücken auftreten.

TM-30 verstehen

TM-30 ist eine von der Illuminating Engineering Society entwickelte Methode zur umfassenden Beurteilung der Farbwiedergabe. Statt der wenigen Testfarben des klassischen CRI nutzt TM-30 insgesamt 99 Color Evaluation Samples. Dadurch werden Verschiebungen bei Farbtreue und Sättigung differenzierter sichtbar.

  • Fidelity Index (Rf): Ein Wert nahe 100 steht für eine sehr hohe Übereinstimmung mit der Referenzlichtquelle.
  • Gamut Index (Rg): 100 bedeutet im Mittel unveränderte Sättigung. Werte über 100 weisen auf Übersättigung, Werte unter 100 auf eine Verringerung der Sättigung hin.
  • Hauttöne: Spezifische Color Evaluation Samples, darunter CES 15 und CES 18, helfen bei der Beurteilung unterschiedlicher Hauttöne.

SSI verstehen

Der Spectral Similarity Index (SSI) wurde für Film- und Fotoanwendungen entwickelt. Er vergleicht nicht nur einige ausgewählte Testfarben, sondern die gesamte spektrale Leistungsverteilung einer Leuchte mit einer definierten Referenz. Das ist besonders hilfreich, weil zwei Leuchten trotz ähnlicher CCT-, DUV- oder CRI-Werte vor der Kamera unterschiedlich aussehen können.

  • Skala: SSI reicht von 0 bis 100. Ein Wert von 100 bedeutet eine praktisch vollständige spektrale Übereinstimmung mit der gewählten Referenz. Je niedriger der Wert, desto stärker unterscheidet sich das Spektrum.
  • P3200: Bezeichnet eine Referenz nahe dem Spektrum eines 3200-K-Wolframlichts beziehungsweise Planckschen Strahlers. Dieser Wert ist besonders für warmes Kunstlicht relevant.
  • D55 und D65: Bezeichnen standardisierte Tageslichtreferenzen um 5500 K beziehungsweise 6500 K. Sie sind für tageslichtähnliche Einstellungen aussagekräftiger als P3200.
  • Passende Referenz: Ein SSI-Wert ist nur zusammen mit seiner Referenz sinnvoll. Deshalb vergleichen wir eine Messung möglichst mit der Referenz, die ihrer eingestellten Farbtemperatur entspricht.
  • Interpretation: Bei P3200 sind Werte um 80 für viele LED-Leuchten üblich, ab etwa 85 sehr gut und ab 90 ausgezeichnet. Gegenüber einer Tageslichtreferenz fallen LED-Werte häufig etwas niedriger aus; ungefähr 75 kann bereits ordentlich, 80 sehr gut und 90 aussergewöhnlich sein. Diese Bereiche dienen als Orientierung und nicht als starre Qualitätsgrenzen.
  • Mehrere Messpunkte: Wenn verfügbar, berücksichtigen wir SSI bei 3200 K, 5500 K und 6500 K. Fehlt eine Referenzmessung, wird sie nicht künstlich ersetzt; der Score verwendet nur die tatsächlich vorhandenen passenden Werte.

SSI zeigt vor allem die spektrale Ähnlichkeit zur Referenz. Er beschreibt jedoch nicht allein, wie hell, effizient, neutral oder konsistent eine Leuchte ist. Deshalb kombinieren wir ihn mit CCT, DUV, TM-30 und den übrigen Messgrössen.

CRI und TLCI verstehen

Obwohl wir vor allem TM-30 und SSI nutzen, zeigen wir auch die verbreiteten Werte CRI und TLCI.

  • CRI: Besteht aus den Einzelwerten R1 bis R15. Der häufig angegebene Ra-Wert ist der Mittelwert aus R1 bis R8 und basiert überwiegend auf wenig gesättigten Farben. R9 bewertet gesättigtes Rot; R13 und R15 beziehen sich auf bestimmte Hautfarbproben.
  • TLCI: Bewertet mit 24 Testfarben, wie eine Lichtquelle von einer Fernsehkamera wiedergegeben wird. Werte ab etwa 85 bedeuten normalerweise wenig Korrekturbedarf, 70 bis 85 einen moderaten und niedrigere Werte einen deutlicheren Korrekturbedarf.

CRI und TLCI bleiben nützliche Vergleichswerte, bilden moderne Kameras und reale Farbsituationen aber nur begrenzt ab. TM-30 liefert mit 99 Farbproben ein differenzierteres Bild, während SSI das Spektrum direkt mit einer standardisierten Lichtquelle vergleicht.

Durch die Kombination der Messdaten erhalten wir einen transparenten und vergleichbaren Überblick. Die Detailansicht zeigt deshalb nicht nur einen Endwert, sondern auch Einzelmetriken, Messreihen, Helligkeitsverläufe und Spektralkurven. So kannst Du erkennen, weshalb eine Leuchte ihren Score erreicht und ob ihre Stärken zu Deinem Einsatzzweck passen.

UNSERE PARTNER:

Wir möchten uns bei unseren Partnern bedanken, die uns bei der Evaluierung der Lichter unterstützen. Diese Partner haben uns die Möglichkeit gegeben, ihre Produkte zu testen und unsere Bewertungen zu erstellen. Wir sind stolz darauf, mit diesen Unternehmen zusammenzuarbeiten und freuen uns darauf, weiterhin qualitativ hochwertige Produkte zu evaluieren.

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