Godox Lux Junior II Test – Retro-Blitz mit Funksteuerung

Godox Lux Junior II Test – Retro-Blitz mit Funksteuerung

Inhaltsverzeichnis

Ein kompakter Blitz für Retro-Setups

Der Godox Lux Junior II ist ein sehr spannender kleiner Blitz für alle, die etwas Kompaktes suchen, das gut zu Retro-Equipment passt. Auf einer kleinen Analogkamera wirkt er wie selbstverständlich, beschränkt dich aber im Gegensatz zu vielen Blitzen in diesem Stil nicht auf eine rein manuelle Bedienung wie früher.

Mit 104 × 67 × 32 mm und 153 g passt er tatsächlich in die Hosentasche, und er hat einen USB-C-Anschluss.

Was ist neu gegenüber dem Lux Junior?

Der ursprüngliche Lux Junior war bereits ein charmanter Retro-Blitz. Die zweite Version bringt aber zwei Funktionen mit, die ihn deutlich praktischer machen:

  • Funkanbindung: Der Lux Junior II ist in das Godox X Funksystem eingebunden. Du kannst ihn also in ein bestehendes Godox-Setup integrieren und zusammen mit anderen Godox-Blitzen auslösen und steuern.
  • Neige- und Drehmechanismus: Das Blitzfenster lässt sich von 0° bis 90° neigen, so kannst du gegen die Decke blitzen. Zusätzlich lässt sich der Körper auf dem Blitzfuss um 180° drehen. Du kannst ihn für Hochformataufnahmen aufrecht stellen, wodurch die Lichtquelle auch weiter vom Objektiv entfernt sitzt.

Dazu kommt, dass du zwischen digitalem und analogem Betrieb umschalten kannst. Derselbe Blitz funktioniert damit sowohl an einer modernen spiegellosen Kamera als auch an einer alten Filmkamera.

Getestet an einem Raclette-Abend

Getestet habe ich den Lux Junior II an einem Raclette-Abend mit Freund:innen auf dem Balkon. Tagsüber habe ich ihn vor allem als Aufhellblitz eingesetzt: Bei hartem Sonnenlicht, mit der Sonne im Rücken und mit Sonne von der Seite bringt er Licht zurück in die Gesichter, ohne aufgesetzt zu wirken. Nach Einbruch der Dunkelheit war er die einzige Lichtquelle und hat trotzdem den klassischen Direktblitz-Look geliefert.

Lux Junior II oder IM30 Pro?

Ich konnte sowohl den IM30 Pro als auch den Lux Junior II verwenden. Wenn du dich zwischen den beiden entscheiden musst, würde ich dir den Lux Junior II empfehlen. Er ist schlicht vielseitiger: Du kannst zwischen digitalem und analogem Betrieb wechseln und hast gleichzeitig Zugriff auf das Godox X Funksystem.

Selbst wenn du ausschliesslich analog fotografierst, würde ich zum Lux Junior II greifen:

  • Mehr Leistung: Die zusätzliche Leistung gibt dir mehr Spielraum, vor allem wenn der Blitz nicht direkt neben deinem Motiv steht.
  • Flexibler mit verschiedenen Objektiven: Beim IM30 Pro hat mein Objektiv einen massiven Schatten ins Bild geworfen. Wenn du den Lux Junior II aufrecht drehst, sitzt die Lichtquelle höher über dem Objektiv und die Schlagschatten fallen deutlich kleiner aus.
  • Einfacher zu verstauen: Durch seine Bauform lässt er sich leichter in der Kameratasche unterbringen.

Wo der IM30 Pro trotzdem punktet

Das macht den IM30 Pro aber nicht zu einer schlechten Wahl. Er punktet mit seinem einfacheren Ansatz. Dank des simplen Mittenkontakts funktioniert er mit so gut wie allen Kamerasystemen. Die einzige Ausnahme sind Kameras, die nur einen elektronischen Verschluss haben. Zudem wirkt seine Bauweise auf mich wahrscheinlich robuster.

Wenn du einen Blitz suchst, den du auf fast jede Kamera stecken und einfach benutzen kannst, ohne dich um Modi oder Funksysteme zu kümmern, ist der IM30 Pro nach wie vor eine sinnvolle Wahl.

Fazit

Für die meisten, die einen kleinen Blitz im Retro-Stil suchen, ist der Lux Junior II das rundere Gesamtpaket. Die Anbindung an das Godox X Funksystem und der neue Neige- und Drehmechanismus machen aus einem charmanten Zubehör einen wirklich flexiblen Blitz, egal ob du digital, analog oder beides fotografierst.

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